Chronik der Martinikirche
   
1456 Kirchenneubau in Ilversgehofen vollendet
Die Kirche wird den Heiligen Nikolaus und Markus geweiht und trägt bis 1824 diese Namen, dann wird sie in Martinikirche umbenannt. Die angrenzende Nikolausstraße erinnert noch an den alten Namen.
   
um 1525 Ilversgehofen evangelisch
   
1618-
1648
Kirche wird im Dreißigjährigen Krieg zerstört
   
1664 Wiederaufbau der Kirche
   
1813 Kirchenschiff bei Kämpfen zwischen französischen und preußischen Truppen zerstört
   
1818-
1821
klassizistischer Kirchenneubau nach einem Entwurf von Riedel
Die Kirche bildet den Mittelpunkt des Ilversgehofener Friedhofs, von dem nur noch wenige alte Grabdenkmale erhalten sind. Der Friedhof wurde zu einer Grünfläche umgestaltet.
   
1838 Innenausstattung mit Kanzelaltar und Orgel vollendet
Die Orgel entsteht in der Werkstatt des Orgelbaumeisters Hesse (Dachwig), sie verfügt über zwei Manuale und 19 klingende Register.
   
1911 Ilversgehofen nach Erfurt eingemeindet
   
1927 Renovierung der Kirche
   
1960-
1970
umfassende Innenrenovierung mit dem Ziel, dem um die Jahrhundertwende umgestalteten Innenraum der Kirche die ursprüngliche klassizistische Fassung zurückzugeben
   
1992 Einweihung des Gemeindezentrums in der Siedlung am Roten Berg
   
2001 Die Kirchengemeinde kooperiert mit der Lutherkirchengemeinde in einem Kirchspiel, d.h. beide Kirchengemeinden bleiben die evangelischen Zentren in ihren Stadtteilen, sind aber im geschäftlichen Bereich zusammengefasst und werden deshalb von einem Gemeindekirchenrat geleitet.
   
 
  Chronik der Lutherkirche
   
Nachdem im Jahre 1873 die Festungsmauern der Stadt Erfurt aufgelassen worden waren, entstand in kurzer Zeit im Norden der Stadt ein Industrie- und Wohngebiet, dessen Gemeindeglieder der Kirchgemeinde ST. JOHANNIS, auch Augustinergemeindeaußenbezirk genannt, zugeordnet wurden.
   
1883 400. Geburtstag Martin Luthers - erste Gedanken zum Bau einer "Lutherkirche".
   
1904 Zur Betreuung des Außenbezirkes wird Pf. Eger als 3. Pfarrer der Augustinergemeinde angestellt.
   
1905 5.März: Gründung des "Kirchbauvereins Johannesvorstadt" mit dem Ziel, die finanzielle Basis zum Bau einer Kirche zu schaffen.
   
1907 Pfarrer Otto Breithaupt wird für die Johannesvorstadt angestellt. Eine Predigtstätte wird in der Kleinkinderbewahranstalt Yorkstraße (Rosa-Luxemburg-Straße) eingerichtet.
   
1910 Wahl Pfarrer Klapproths zum 4.Pfarrer der Augustinergemeinde.
   
1913 Durch Spenden und Zuwendungen sind umfangreiche Mittel zum Bau der Kirche und eines Gemeindehauses aufgebracht worden. Als erstes wird das Gemeindehaus in der Gerberstraße gebaut.
   
1914 24.Mai: Einweihung des Gemeindehauses; es ist das erste seiner Art in Erfurt. Bis 1927 ist es ein Zentrum volkskirchlicher Aktivitäten, besonders in der Jugendarbeit, und dient gleichzeitig als Gottesdienststätte. Den Kirchbau verhindert der erste Weltkrieg.
   
1917 10.November: anläßlich des 400.Jahrestages der Reformation erfolgt die formale Grundsteinlegung zum Bau der Lutherkirche.
   
1921 1.Januar: Offizielle Teilung der Augustinergemeinde. Feierliche Einführung der Pfarrer Breithaupt und Klapproth als Pfarrer der neugegründeten Luthergemeinde.
   
1926 19.Mai: Im Ergebnis eines Kirchbauwettbewerbs wird der Entwurf des Architekten Peter Jürgensen aus Berlin-Charlottenburg angenommen.
7.Juni: "Erster Spatenstich" zum Bau der Kirche.
   
1927 10.Dezember: Einweihung der Lutherkirche
   
1928 3.Juni: Einweihung der durch den Hoforgelbaumeister Wilhelm Rühl aus Zörbig gebauten Orgel.
   
1930 Bau des Pfarrhauses
   
1939 2.Weltkrieg: Die Lutherkirche wird durch Kriegseinwirkungen beschädigt. Bei der Wiederinstandsetzung wird die Dachzone einfacher und wetterfester gestaltet.
   
1955 Pfarrer Wolfgang Breithaupt wird Nachfolger Otto Breithaupts.
   
1956 Pfarrer Kolditz wird Nachfolger Pfarrer Klaproths.
   
1965 Die Außenfassade der Kirche wird neu verputzt.
   
1975 Pfarrer Heinrich wird Nachfolger Pfarrer Kolditz.
   
1978 Pfarrer Hoffmann wird der Nachfolger von Pfarrer Breithaupt. Übergabe des Gemeindehauses an das Posaunenwerk der Kirchenprovinz Sachsen.
Schrittweise Umgestaltung der Lutherkirche zum Gemeindezentrum. Gewinnung von fünf neuen Räumen; Erneuerung der Heizung, des Fußbodens, der Beleuchtung, der Fenster, Farbgestaltung durch Horst Jährling-Weimar; Einbau einer Verstärkeranlage; Umgestaltung der Eingangszone.
   
1983 9.Mai: Feierliche Wiedereinweihung der renovierten Lutherkirche. Die Festpredigt hält Senior Lauszat.
   
2001 Die Kirchengemeinde kooperiert mit der Martinikirchengemeinde in einem Kirchspiel, d.h. beide Kirchengemeinden bleiben die evangelischen Zentren in ihren Stadtteilen, sind aber im geschäftlichen Bereich zusammengefasst und werden deshalb von einem Gemeindekirchenrat geleitet.